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Bayerische Farben im Rheinland

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Seit dem Frühjahr 1976 gibt es den Spielmanns- und Fanfarenzug Beyharting. Damals eigentlich als "Nachwuchsförderung" für die Aiblinger Stadtkapelle ins Leben gerufen, hat die Gruppe mittlerweile überregionale Bedeutung. Besonderes Zuckerl heuer: Die Beyhartinger nehmen sogar am weltbekannten Düsseldorfer Karnevalszug am Rosenmontag teil.

Der dortige Rosenmontagszug ist einer der größten in Deutschland. Seine jährliche Fernsehübertragung machte ihn bundesweit bekannt. "Nach sechs Jahren ist es heuer wieder so weit", freute sich Gabi Schweiger, Dritter Vorstand des Vereins und eine der treibenden und sehr aktiven Kräfte des Spielmannszuges. Über eine große Veranstaltungsagentur aus Ennepetal im Rheinland kam der Kontakt zu den Beyhartingern zustande. Diese griff nun bereits zum zweiten Mal auf die bayerischen Musiker zurück.

Und so laufen im Vereinsheim seit Wochen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dazu musste der Spielmannszug sein Repertoire etwas erweitern: Nicht "A Whiter Shade of Pale", "Heal the World" oder "Olympic Spirit" sind im Rheinland gefragt, sondern Stimmungsstücke wie "Die Hände zum Himmel", "Wahnsinn" und "Tequila". Außerdem lag ein Lied den Veranstaltern besonders am Herzen, wie Gabi Schweiger kundtat: "An Tagen wie diesen" von der Düsseldorfer Kultband "Die Toten Hosen." Dieses Stück übt der musikalische Leiter und Vorstand Bernhard Schweiger schon seit einiger Zeit mit seinen Leuten ein. Immer und immer wieder erklingt diese Melodie in den Probenräumen.

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Den Beyhartingern wurde aber noch mehr vorgeschrieben: Für den Auftritt mussten die Marketenderinnen umgewandet werden. Ihr übliches Dirndlgewand ist beim rheinischen Rosenmontag nicht gefragt: Bayerische Löwen müssen die drei sein. Deshalb schafften sich Petra Dörrer, Vroni Fischbacher und Gabi Hempel Neues an: Eine Lederhose, ein gelbes Löwengewand und eine Löwenmaske. Und so tanzen seit einiger Zeit bayerische Löwen im alten Schulhaus von Beyharting herum.

In Düsseldorf mitmarschieren werden auch einige Fußballmädels des SV Ostermünchen. Auf Initiative von Franzi Dörrer mutieren die jungen Fußballerinnen nun zu einer Tanzgarde, was allerdings gar nicht so leicht ist, wie einige der Mädels mittlerweile feststellten.

Los geht's für den Spielmanns- und Fanfarenzug in der Nacht auf Faschingssamstag: "Um 2 Uhr startet unser Bus", so Gabi Schweiger. Voll besetzt mit fast 60 Leuten geht die Fahrt dann in den Westen der Republik. Am Samstag nach der Ankunft folgt gleich ein zweistündiger Auftritt beim Kinderfaschingszug in Düsseldorf. Schließlich kommen die Beyhartinger ja nicht zum Feiern ins Rheinland, sondern um ihre Musik zu präsentieren.

Genächtigt wird auch nicht im Hotel: "Dazu fehlt uns das Geld", so Schweiger, die um jeden Sponsor froh ist. So wird das Schulzentrum in Hagen für zwei Tage das Domizil der Bayern. "Schlafsack und Schlafmatte sind mittlerweile die Grundausrüstung im Gepäck eines jeden Spielmannes", so der Vorstand.

Am Sonntag wird der Karnevalsumzug in Bonn-Beuel musikalisch umrahmt, bevor es am Rosenmontag den Höhepunkt gibt. Der aber anstrengend sein wird: Stunden vorher aufstellen, warten, dann 5,5 Kilometer Zugstrecke durch die Altstadt. Und das alles inmitten von 72 Gesellschaftswagen, 105 Bagagewagen und über 5000 Teilnehmern. Vier bis fünf Stunden dauert es, bis der Umzug zu Ende ist. Und dann reisen die Beyhartinger auch gleich wieder nach Hause, um nach rund acht Stunden Busfahrt in Beyharting anzukommen.

Ein drittes Mal nach Düssseldorf oder lieber Karneval in Rio? Diese Frage wurde spontan beantwortet: "Ich will ins Fernsehen", so Gabi Schweiger. Und Bernhard Schweiger will an Europas Mega-Show, der internationalen Musikparade, teilnehmen: "Das ursprüngliche Militärmusik-Festival, an dem über 400 Musiker teilnehmen, wäre auch ein Traum." Ideen haben die Beyhartinger also noch genug...

Text und Bilder: Werner Stache / OVB

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