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LSW-Aktuell

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"LSW" - Der Verband für alle Spielleute in Bayern


 

Delegiertentagung mit Blick in die Zukunft

Große Erfolge und viel Arbeit in der Zukunft.

Eigentlich hätte es eine ruhige und kurze Delegiertentagung des LSW-Bayern in diesem Jahr werden können. Delegiertentagung KarlburgDoch der Vorsitzende Franz Kleisinger forderte schon bei seiner Begrüßung alle seine Mitgliedsvereine auf, sich bei dieser Tagung um die Zukunft ihres Vereines, um die Zukunft der Spielleutemusik Gedanken zu machen. Daraus entstand eine besondere Delegiertentagung mit einer fruchtbaren Diskussion die für alle Teilnehmer gute Anregungen und Hilfen gab.

 

Wie es sich für einen Verein aus dem Unterfränkischen gehört, begrüßte der Musikverein Karlburg alle Delegierten mit dem Frankenlied in seinen historischen Musikheim zur Tagung. VDelegiertentagung Karlburgorstand Franz Kleisinger konnte eine große Teilnehmerzahl begrüßen und freute sich dass der LSW mit dem Spielmannszug Herbertshofen und dem Spielmannszug Feuchtwangen zwei neue Mitgliedsvereine begrüßen kann. Er freue sich, dass dadurch die Dialekte bei der Tagung sich wieder vermehrten und der Verband in allen Regierungsbezirken Mitglieder hat. In seinem Rechenschaftsbericht konnte er über das vielleicht erfolgreichste Jahr des LSW stolz berichten. Im Mai richtete man das Wertungsspiel um die Bayr. Meisterschaft in Neubrunn aus. Zum ersten Mal waren auch Spielleute aus anderen Bundesländern zu Gast. Leider nahm nur einer der 300 Spielmannszügen aus den anderen bayr. Verbänden am Wertungsspiel teil. Erfreulich war auch die Leistungsstärke der Teilnehmer. Wenn man in einer Kategorie mit 92 Punkten nur einen 3. Platz erreicht, sagt viel über die Spielstärke der Vereine aus. Diese Meisterschaft zeigte auch wieder, dass Vereine die seit Jahren das Fortbildungsangebot des LSW nutzen, auch beim Wertungsspiel hervorragende Leistungen erbringen. So konnte Kleisinger auch von verschiedenen Lehrgängen in der D-Reihe berichten. Auch konnte man mit Hans Beurskens ehemals Tambour bei der Militärband auf der Königlichen Militärschule aus den Niederlanden für zwei Fortbildungseinheiten gewinnen. Auch ein Ensembleleiterlehrgang wurde zum ersten Mal angeboten. Der große Erfolg verpflichtet zum Weitermachen.

Höhepunkt des vergangen Jahres war der Festtag und das Festkonzert zum 40. Bestehen des Verbandes in Bad Windsheim. Kleisinger bedankte sich bei allen die zum Erfolg beigetragen haben und meinte nur dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat. Dass 1000 Besucher zum Konzert kamen, damit hat niemand gerechnet.

Der LSW-Bayern ist jetzt auch auf Bundesebene noch stärker vertreten. Er konnte Hermann Dirscherl zur Wahl des stv. Bundesmusikdirektors in der BDMV gratulieren. Jetzt hat die Stimme Bayerns bei der Spielleutemusik noch mehr Kraft. Verständnis zeigte Kleisinger, dass sich von den 7 qualifizierten Vereinen für die deutsche Meisterschaft für die Spielleute in der BDMV nur drei auf den Weg nach Rastede im Nordwesten von Niedersachen machen. Er bemerkte dass der Weg von seiner Heimatstadt nach Rom kürzer sei als nach Rastede. Jedoch sei er überzeugt und forderte von seinen LSW-Vereinen jeweils mindestens einen Titel in ihrer Kategorie. 56 Spielmannszügen aus 10 Bundesländern haben sich für diese Meisterschaft qualifiziert und alle wollen an diesem Wochenende in einer von 7 verschiedenen Kategorien der beste Verein sein.

Der Vorstand berichtete auch über Gespräche mit dem BR. Wir sind auf gutem Wege damit auch die Musik der Spielmannszüge im neuen Sender BR Heimat gesendet wird. Wir müssen den BR nur mit guter Musik füttern. Wir sind dort auf offene Ohren gestoßen. Wir Spielleute müssen die neuen Möglichkeiten im Sender BR Heimat nützen und nicht jammern dass Volksmusik nicht mehr über UKW zu hören ist.

Wertungsrichter Hermann Dirscherl ging nochmals auf die Wertungsspiele in Neubrunn ein. Neben dem Festkonzert in Neubrunn, wo er besonders auf das verstärkte LSW-Orchester Süd verwies, war ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit. Mit der Gründung eines Projektorchesters im LSW ging man auch einen neuen Weg. Ziel dieses Orchesters sind Tonaufnahmen mit dem BR, damit dieser sendefähiges Material von unserer Spielleutemusik hat. Im Herbst werde man dieses Orchester für die Kategorie gemischte Spielmannszüge und Naturtonklasse erweitern. Das Projektorchester, das zurzeit in der Flötenklasse spielt, sucht noch für dieses Jahr Möglichkeiten für Konzerte mit seiner Musikrichtung.

Schatzmeisterin Sabine Bodner konnte berichten, dass die geplanten Ein- und Ausgaben in der Summe erreicht wurden. Wir werden vom Freistaat für unsere Arbeit sehr gut gefördert und werden auch in Zukunft vor allem Lehrgänge und die Teilnahme an Wertungsspielen besonders unterstützen können.

Schwerpunkt dieser Tagung war die Nachwuchsförderung bei den Spielmannszügen. Vorstand Franz Kleisinger prophezeite, dass es in den nächsten Jahren nicht nur in Bayern ein Sterben von Spielmannszügen geben wird. Nach seiner Meinung haben es viele Vereine in den letzten Jahren versäumt sich in der Suche von Nachwuchs den veränderten gesellschaftlichen Strukturen anzupassen. Delegiertentagung KarlburgUm dieses Thema entsprechend zu behandeln hat man Tom Wagner, Diplommusiker und Leiter und Gründer von vielen Kooperationen und Bläserklassen zu einem Vortrag mit dem Thema: Möglichkeiten der Kooperation von Vereinen und Schulen eingeladen. Nach dem Referat (siehe Kasten) erfolgte eine lebhafte, aber immer sehr sachliche Diskussion. Wie vom Referenten erwartet waren die meisten Reaktionen das können wir nicht machen, das funktioniert bei uns nicht. Mit vielen Argumenten und praktischen Vorschlägen konnte Wagner gute Antworten und Vorschläge bringen. Die Gesprächsrunde wurde vom Vorstand mit dem Satz beendet: Für den LSW, für jeden Verein ist es schon ein Gewinn wenn man sich überhaupt mit diesem Thema befasst, wenn sich jeder Verein darüber Gedanken macht. Wagner und der LSW boten für alle ihre Unterstützung und Hilfe zu.

Ein weiterer Diskussionspunkt waren die Fortbildung/Lehrgänge im LSW-Bayern. Da im letzten Jahr aus persönlichen Gründen die beiden Landesschulungswarte sich nicht mehr zur Wahl stellten und auch keine Nachfolger in der Versammlung gefunden wurden, führte der Vorstand kommissarisch dieses Amt aus. Die Vorstellungen und Wünsche von Vereinen sind oft sehr schwer erfüllbar. Auch die räumlichen Distanzen in Bayern sind oft eine nicht zu überwindende Schwierigkeit. Er vermisst auch oft eine langfristige Planung bei den Vereinen. Jugendliche müssten längerfristig in ein Fortbildungsprogramm eingebunden werden. Es ist nicht möglich mit einem Lehrgangswochende jemanden zum Dirigenten eines Vereines aus zu bilden. Erfreulich ist es jedoch, dass es dem LSW gelungen ist Musikdozenten zur Ausbildung von Spielleuten zu gewinnen. U. a. mit Dirk Mattes aus Michelbach, der erste Spielmann der im LSW seine Wurzel hat und heute als Komponist und Dirigent tätig ist und vor allem mit dem Gastreferenten Tom Wagner, der zur Zeit viele Lehrgänge der D und C-Reihe im LSW leitet. Durch ein großes Votum der Versammlung wurde Tom Wagner zum Schulungswart des LSW vorgeschlagen und mit seinem Einverständnis einstimmig dafür gewählt. Ihm zur Seite stehen zwei Regionalvertreterinnen. Petra Debes aus Schimborn unterstützt und betreut die Region Franken und Maria Maier aus Beyharting ist für die südbayerische Region zuständig.

Eine emotionale Diskussion entbrannte noch einmal beim Punkt Wertungsspiele. Dieses Thema wurde auch vom LSW in den Fachausschuss der BDMV gebracht. Die Musik der Spielleute wird immer wieder durch neue Instrumente erweitert. Dagegen erlebt gerade die Musik mit der Fanfare als reines Naturtoninstrument eine deutliche Wiederbelebung. Auch wenn manche Vereine nicht einverstanden waren, wurde beschlossen die momentane Klasseneinteilung beim Wertungsspiel nicht zu ändern. Dieser Beschluss folgte der Entscheidung im Fachausschuss der BDMV. Alle Blechblasinstrumente mit einem Ventil oder einer Klappe werden in der Kategorie „Marching Band“ eingestuft. Wertungsrichterobmann Dirscherl bedankte sich für das entstandene Ergebnis und betonte, dass der LSW und auch die BDMV sich nicht gegen Erweiterungen und Erneuerungen stellen. Durch die Literaturkommission werden vor allem neue Kompositionen gefördert. Aber die Anzahl der Vereine bei den Wertungsspielen rechtfertigt noch nicht eine eigene Instrumentalklasse. Sollte es weitere Veränderungen geben wird der LSW nicht ein Bremsklotz sein.

Da es nur eine Bewerbung zur Ausrichtung des Wertungsspieles zur Bayerischen Meisterschaft des LSW-Bayern gab, wurde einstimmig beschlossen dass der Spielmannszug „Grenzfähnlein“ Furth im Wald am 27. Mai 2017 die Austragung des Wertungsspieles bekommt. Vorstand Kleisinger bemerkte, dass andere Vereine schon nach einem Vorgespräch von einer Bewerbung Abstand genommen haben, da durch die große Teilnehmerzahl sie die örtlichen Voraussetzungen nicht erfüllen können. Er freue sich dass dieses Wertungsspiel auch wieder als Qualifikation für die nächste Deutsche Meisterschaft anerkannt wird und dadurch sicherlich wieder Vereine aus anderen Bundesländern daran teilnehmen werden. Wir werden auch wieder alle Vereine aus ganz Bayern einladen und hoffen dass diesmal mehr als ein Nicht-LSW-Verein daran teilnimmt.

Mit Beschluss sich am 18. März 2017 in Rosenheim wieder zu treffen wurde eine außergewöhnliche Delegiertentagung abgeschlossen, die sicherlich zu vielen Diskussionen in den einzelnen Mitgliedsvereinen angeregt hat.

Karin Sponner

Geschäftsführerin des LSW-Bayern

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