"LSW" - Der Verband für alle Spielleute in Bayern
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Das Fortbildungs-Frühjahr beim LSW Bayern: Tiefes Blech und Marschmusik
Workshop für tiefes Blech mit Michael Luther
Musikerinnen und Musiker aus dem tiefen Blech hatten Anfang Februar in Beyharting die besondere Gelegenheit, mit Michael Luther, einem Mitglied des Gebirgsmusikkorps, zu musizieren und von ihm technische und musikalische Tipps zu erhalten. Der Workshop-Tag begann mit einem ausgiebigen Einspielen in verschiedenen Tonlagen, denn unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Bass-, Tenor- und Altstimmen vertreten. Anschließend standen einige Stücke für die Deutschen Meisterschaften auf dem Programm, darunter »Cassiopeia« und »Voice of Vikings«.
Dass Musik mehr ist, als in den Noten steht, wurde beim intensiven Austausch über einzelne Passagen deutlich – wenn zum Bei spiel über einzelne Tonlängen oder Staccatopunkte in der Partitur diskutiert wurde – letztlich geht es um Interpretation, Ausdruck und das gemeinsame Erleben. Die Begeisterung war so groß, dass die Workshopgruppe einfach nicht aufhören konnte und die Probe am Ende eine ganze Stunde länger dauerte als geplant.
Auch das gemeinsame Mittagessen wurde als musikalische Gesprächsrunde genutzt, in der gefachsimpelt und gelacht wurde. Am Ende des Tages war klar: Diese Probe war nicht nur lehrreich, sondern ein echter Gewinn für alle Beteiligten.
Ein herzliches Dankeschön sei an dieser Stelle an Dozent Michael Luther gerichtet: Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops hat der Tag so gut gefallen, dass gleich ein Folgetermin vereinbart wurde, auf den sich alle schon jetzt sehr freuen.
Online-Workshop »Musik in Bewegung« mit Dieter Buschau
Mitte Februar trafen sich Mitglieder aus den Vereinen des LSW Bayern zu einem aufschlussreichen Online-Workshop zum Thema »Musik in Bewegung«. Referent Dieter Buschau teilte dabei seine Expertise mit Gruppen von Musikern und Verantwortlichen aus verschiedenen Spielmannszügen und Blasorchestern. Buschau betonte, dass »Musik in Bewegung« unabhängig von der Instrumentierung und gute Marschmusik auch in höherem Alter noch möglich sei. Er unterstrich die Wichtigkeit der Vorbereitung für Auftritte und erklärte, dass Spaß an der Musik durch Können entsteht.
Das Treffen konzentrierte sich auf die Analyse und Diskussion verschiedener Aspekte der Marschmusik, einschließlich Aufstellung, Uniformität, Marschqualität und musikalische Darbietung. Die Teilnehmer betrachteten unter der Anleitung des erfahrenen Jurors Dieter Buschau zahlreiche Videobeispiele und tauschten ihre Beobachtungen aus, um Verbesserungsmöglichkeiten für ihre eigenen Auftritte zu identifizieren. Buschau regte dazu eine Diskussion an, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Marschvideos analysierten. Die Gruppe besprach dabei Probleme wie uneinheitliche Kleidung, mangelnde Marschqualität oder schwache musikalische Darbietungen. Buschau betonte die Bedeutung einer korrekten Körperhaltung für das Marschieren und Musizieren. Die Teilnehmer diskutierten Möglichkeiten, wie man die Proben verbessern und den Musikern die Bedeutung einer guten Haltung bewusst machen kann.
Abschließend wurden ganz praktische Fragen wie die Beschaffung von Uniformen besprochen und zukünftige Workshops so wie die Teilnahme an Wettbewerben geplant. Er ermutigte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit ihren Vereinen zu proben und an der Bayerischen Meisterschaft am ersten Oktoberwochen ende in Neubrunn teilzunehmen.
Toni Urbanski kündigte an, dass Dieter Buschau am 12. und 13. April in Hofheim in Unterfranken einen Workshop über Marschmusik abhält, in dem verschiedene Aspekte der Aufführungspraxis, einschließlich Aufstellung, Uniformität und Training beleuchtet werden. Die Zielgruppe am Samstag, 12. April sind die Stabführer, am Sonntag sind alle Interessierten des LSW Bayern eingeladen.
(Veronika Masel/Toni Urbanski)